Soziale Verlage oder Wie kriege ich die Leser rum? #04 2014


 

If you don’t like what’s being said, change the conversation. (Mad Men, Don Draper)

 

Der Wanderhuren-Streit wurde am 27. März zwar vor Gericht beendet, die Gemüter sind jedoch noch immer erhitzt, und so äußerte sich der Verlag Voland & Quist auf seiner Facebook Seite über das Urteil mit traurigen Worten. «Es Schmerzt» schreibt der Indieverlag und dass Julius Fischers Buch nun leider aus dem Verkehr gezogen werden müsse. Ausschnitte aus der Urteilsbegründung finden Sie hier: http://on.fb.me/1mp25zk 

 

Auch der Autor selbst meldet sich zu Wort und postete, dass er nun erstmal das Land verlasse. Okay, er geht wohl nur wegen eines Jobs nach Salzburg – trotzdem: Droemer Knaur, was hast du nur getan? http://on.fb.me/1hTG9bF 

 

Ja, genau was sagt denn eigentlich der Auslöser diesen ganzen Schmarrns dazu? Zumindest auf Facebook hält sich Droemer sehr zurück und wiederholt nur, dass man ja Humor, Satire usw. schätzen würde, es aber eben doch Pflicht des Verlags sei, das geistige Eigentum seines Autors zu schützen. Auf Verständnis wird gehofft, doch mit Verlaub: das können die sich sonst wohin stecken. http://on.fb.me/1c47Ced

 

Ob Voland & Quist in Berufung gehen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass das Wort «Wanderhure» in den letzten Wochen wohl zu den meist geposteten Worten ever gehört. Zumindest in unserer Netzblase ... Wie sieht denn Ihre so aus?

 

Nina Rubach