LUNA LuxNachrichten #03 2014


News travels fast in places where nothing much ever happens. ― Charles Bukowski

 

Ohren auf

Connor Ferguson setzt sich auf electricliterature.com mit Hörbüchern auseinander. Im Kommen sollen sie sein, eine Millionen-Industrie steckt dahinter. Doch kann man sich beim Zuhören tatsächlich mit voller Aufmerksamkeit einem Werk widmen? So richtig rein auditiv? (Quasi so wie in der Schule beim Unterricht oder an der Uni bei einer Vorlesung?) Ferguson führt eine Debatte, die irgendwie arg verspätet scheint. War nicht alles übers Auge aufgenommene lt. Spitzer insbesondere für Kinder quasi hirnschädlich? Nun sind's die Ohren, die unserem Dasein als perfekte Geistmenschen im Wege stehen. Ferguson bezieht sich auf eine in den USA durchgeführte Studie in der stilles und lautes Lesen sowie das Hören eines Buches verglichen wurden. Fazit: lies allein, im grauen Kämmerlein! Den kompletten Blogeintrag finden Sie hier: http://bit.ly/1i0MgOE 

 

Kreativer Schwachsinn oder kreative Erfolgsstrategie

Auch im britischen Guardian tobt eine Schreibschuldebatte. Dort führen Maggie Gee, Tony Curtis und Peter Watson ihre durchaus sehr positiven Meinungen zu Studiengängen wie creative writing und poetry-Kursen aus. Absolventen werden erfolgreiche Schriftsteller und können davon sogar ihren Lebensunterhalt bestreiten. Alles nur Zeitverschwendung, sagt hingegen Hanif Kureishi. Begründungen für beide Seiten finden sie hier: http://bit.ly/1dFdCZ7 und hier: http://bit.ly/1gOZPhB  

 

A Book a Week

Wie man es schafft, ein Buch jede Woche zu lesen (sprich 52 Bücher im Jahr) erklärt Julien Smith in der Huffington Post. Er hats geschafft, war sogar oftmals seinem Zeitplan voraus und will weiter machen. Klingt fast nach Extremsport. Ist es vielleicht auch!? Oder doch eher eine Buch-Diät? Sein Fazit: Ein Buch die Woche macht glücklicher, kurbelt die Fantasie an und vervollständigt die eigene Persönlichkeit. Wie auch Sie das schaffen können – kleine Schummeleien sind sogar erlaubt – erklärt Smith hier: http://huff.to/1oCQEno

 

Neuer Kirchenskandal in den USA

200.000 Dollar soll eine Kirche in Seattle gezahlt haben, damit das Buch ihres Pastors auf einigen Bestsellerlisten erscheint. Skandal! Skandal! Obwohl, vielleicht sollten wir einen unserer Lyrikbände ... Für die Mars Hill Church in Seattle hat das eine Firma namens ResultSource Inc. arrangiert, und das alles legal.  Der Melville House Blog zeigt Auszüge der Vereinbarung, die in «World» veröffentlicht wurden. http://bit.ly/NEli4w 

 

Die Hemingway App

National Public Radio lädt zum Test der Hemingway App ein. Diese soll Texte auf bestimmte Kriterien überprüfen und dadurch, ja, irgendwie besser machen und der rauen, präzisen Prosa Hemingways angleichen. Doch dann schmissen einige Journalisten Hemingway selbst in «seine» App. Und siehe da, der hielt sich mal so gar nicht an die Regeln des Programms. Schwer bis sehr schwer zu lesende Sätze, zu komplizierte Wörter oder ganze neun Adverbien. Das geht besser meint die App. Das Ergebnis des aufgepimpten Hemingway finden Sie hier: http://n.pr/1fdVd1X 

 

Nina Rubach