Gedicht zum Samstag #01: Levin Westermann, nennbar ist nämlich


 

 

nennbar ist nämlich 

der himmel am morgen. nennbar ist nämlich

das blau am ende der nacht. die rückkehr der töne

und tiere im flug und all die konturen

im ungemein sichtbaren licht.

 

und so weit das auge reicht

liegt altes land. hügel bis hinaus zum horizont,

wo die berge immer warten (auch im regen und bei nacht).

die stumme übereinkunft zwischen wirklichkeit

und welt –

 

so stehst du dann im wald am hang

und denkst dich windwärts.

 

der see im tal

sehr still. tief in der mitte

und heller am rand.

 

Aus: Levin Westermann: unbekannt verzogen. LUXBOOKS Labor