Feldpost #02 2014


»... diese kleine Branche, die weniger Umsatz macht als Aldi Süd« (Prof. Dr. Stephan Füssel, Leiter des Institut für Buchwissenschaft, Universität Mainz)

 

MyBooksShop vs. Amazon – Round 1 

Fight! Libri geht mit einer neuen Idee an den Start, den stationären Buchhandel zu fördern und das Online auf den Webseiten der Verlage. Ganz neu ist die Idee nicht unbedingt, doch einfach soll's sein und schnell soll's gehen. Hat man sich für ein Werk entschieden, leitet die Verlagswebsite auf eine Auswahlseite der teilnehmenden Buchhändler weiter und der Käufer findet über seine Postleitzahl Händler ganz in der Nähe. Danach gelangt man auf den Webshop der jeweiligen Buchhandlung und kann den Kauf abschließen. Kunden wird es somit erleichtert eine Verkaufsstelle abseits von Amazon zu finden. Klingt ja nicht schlecht, doch wer besucht denn eigentlich Verlagswebsites? (Jetzt mal von Ihrer lobenswerten Ausnahme abgesehen, ja Sie, meine ich, Sie! und wo Sie sich jetzt schon mal her verirrt haben, soll ich Sie gleich wieder zu Libri schicken? nö, bleiben Sie mal schön hier und kaufen Sie sich ein schönes Luxbook) Naja, der Börsenverein jedenfalls findet es pflichtgemäß toll: http://bit.ly/NJhoqO. Und auch der Rest zeigt sich vorerst optimistisch: http://bit.ly/1mOFLDp

 

Start-up Förderung à-la-Börsenverein 

 

Der Nachwuchs, ja, in dem steckt so einiges. Das soll, will, muss gefördert werden. Der Börsenverein nimmt dafür jetzt ein bisschen Kohle in die Hand und schnürt ein Paket, das Neugründer aus der Branche unterstützen soll. Also naja, so richtig Geld gibt’s irgendwie dann doch nicht. Aber andere tolle Sachen. Es geht unter anderem um die Vernetzung innerhalb der Branche, der Bereitstellung von Marktdaten und auch die Teilnahme an Start-up-Pitches auf ausgewählten Events. Applaus, Applaus, Applaus! http://bit.ly/1gKtVmb 

 

Der März kann kommen!

Die GfK hat ihre Konsumklimastudie zum Februar veröffentlicht und gibt Ausblicke für den März 2014. Konsumklima, klingt nett oder? Dabei geht es anscheinend um Einkommen, Konjunktur und was der gemeine Bürger sich so anzuschaffen gedenkt. Im Februar ist der Konsument optimistisch: 8,3%, Mönsch, mach Sachen! Die deutsche Wirtschaft boomt. Im März werden sogar 8,5% erwartet. Wie sich das bei einem Kleinverlag bemerkbar macht, keine Ahnung. Aber vielleicht sind Sie ja Makroökonom: http://bit.ly/1cvadbJ 

 

Zu guter letzt: Stay positive

Langendorfs Dienst bringt es mal wieder auf den Punkt: «So schnell wie der Buchhandel kann dank Barsortimente keiner liefern.» Das verbreitet sich hoffentlich schnell und kommt dann auch in den Köpfen außerhalb der Buchbranche an. 

 

Nina Rubach