Feldpost #01 2014


»... diese kleine Branche, die weniger Umsatz macht als Aldi Süd« (Prof. Dr. Stephan Füssel, Leiter des Institut für Buchwissenschaft, Universität Mainz)


Über die Ärsche der Buchbranche

Zur Eröffnung des Recruiting Days 2014 in München erfrischte Jakob Meiner mit einer nicht ganz so konventionellen Rede. Das Thema in München war – neben dem Nachwuchs – natürlich die Digitalisierung. Ist ja auch wichtig, kann man nix sagen. Meiner stellte Vorurteile über und aus der Verlags- und Buchhandelswelt hart auf die Probe. Da wurde auch schon mal auf dem Pony, das der steinreiche Verleger seinem Töchterchen schenkt, herumgeritten. Dennoch wird er hinsichtlich seiner Aussage «Die Zukunft des Buches ist zu wichtig, um sie Arschlöchern zu überlassen.» ziemlich deutlich und stellt klare Forderungen an die Zukunft der Buchbranche. Die überaus lesenswerte Rede finden Sie in voller Länge hier: http://bit.ly/1ha3PeZ

 

Perturbatio

Nichts beschäftigt und verwirrt unsere Branche so sehr wie digitales Marketing. Einfach ein bisschen youtuben, bloggen oder Newsletter versenden und Simsalabim bessere Auffindbarkeit, bessere Sichtbarkeit und eine bessere Suchmaschinenplatzierung sprudeln hervor. Und Tadaaa, vor allem Fachverlage glauben die Lösung für ihr Werbeproblem gefunden zu haben. Auf pubiz.de führte Steffen Meier am 17. Februar seine Meinung zu Content Marketing aus und brachte etwas Licht ins Dunkel. Bevor also gleich alles Alte über Bord geworfen wird und noch mehr Social-Media-Manager angeheuert werden, einfach nachlesen: http://bit.ly/1k6SbEF

Das Thema Marketing spielte auch bei der Jahrestagung des Arbeitskreises kleinerer unabhängiger Verlage (AkV) in Frankfurt eine entscheidende Rolle. Vom 13. bis zum 15. Februar tauschten sich die Vertreter der Verlage unter anderem über Marketingansätze, E-Books und Neukundengewinnung aus. 

Fazit des UVK-Marketing- und Vertriebsleiter Volker Hühn: «Immer vom Titel her denken». Soso. Weitere Ideen und Informationen gibt es unter: http://bit.ly/1fBlWtP 

 

E-Commerce Rush-Hour

Nu aber flott! Der BVH ermittelte für den E-Commerce 2013 einen rapiden Anstieg. Und kein Ende ist in Sicht, Wachstum wohin das Auge reicht. Die 2013 durchgeführte Befragung von rund 40.000 Privatpersonen ergab, dass E-Commerce-Erlöse um 42% anstiegen. Auch 2014 soll der Run des E-Commerce nicht gestoppt werden und um weitere 25% steigen. Mehr zu dieser Studie finden Sie unter: http://bit.ly/1htgeZH 

 

Blurb, blurb, blurb

Nachdem das Landesgericht München entschied, dass Buchrezensionen in Zukunft nur noch mit Genehmigung verwendet werden dürfen, fragt man sich: was nun? Wie soll das denn jetzt ablaufen? Keine Links mehr bei Facebook posten oder wie? Keine Panik! Abhilfe naht. 

Damit man nicht allzu verwirrt zurück bleibt, veröffentlichte buchreport.de Tipps des Börsenvereins. Zum Beispiel nur noch «blurbs» verwenden. Aha! Den ganzen Katalog, an den man sich in Zukunft halten muss, finden Sie hier: http://bit.ly/1lijVqc

Unterlassungsklagen gegen Luxbooks bitte dringend und ausschließlich an wasdieweltnichtbraucht@trashmail.de

 

Oh Shit!

Ein Shitstorm hier, ein Shitstorm da. Das Trendwort 2013 findet immer mehr alltäglichen Gebrauch. Auch uns stellen sich also allerlei Fragen: Soll das Bild des nagelneuen Porsche wirklich ins Facebook und widerspricht ein Foto der hübschen Lederstiefel auf Instagram nicht dem eingefleischten vegan-sein? Ein kleiner Leitfaden findet sich im Börsenblatt: http://bit.ly/1foz3jr

 

Zu Guter Letzt: stay positive!

Langendorfs Dienst findet mal wieder alles gar nicht so schlimm. So wird dem LD-Facebook Account zufolge der Buchhandel seinen Erfolg des Januar-Plus von 3,2% auch im neuen Jahr fortsetzen. Zudem glauben fast 50% der Einzelhändler, dass Ende 2014 ebenfalls ein Plus die Statistiken ziert. Also tief durchatmen, alles wird gut! Zahlen lügen schließlich nicht.

http://www.langendorfs-dienst.de/

 

Nina Rubach