Neuerscheinungen

GEGEND ENTWÜRFE

Lesebuch für Literatur aus Rheinland-Pfalz. Herausgegeben von Alexander Wasner und Michael Au

GEGEND ENTWÜRFE ist ein Jahrbuch für Literatur aus einem gerne unterschätzten Landstrich, ein Schrei nach Liebe aus der Provinz und zur Provinz. GEGEND ENTWÜRFE ist geschützt und macht, was Literatur nicht darf: Halt an den Grenzen, zumindest den geographischen. Denn dieses Jahrbuch will die literarische Szene eines Bundeslandes vermessen, das in den letzten Jahren viel zu oft als Heimat des Eifelkrimis von sich reden gemacht hat. In Rheinland-Pfalz beginnt Literaturgeschichte gerne. Aber sie wird schnell flügge. Und dann kennt sie keine Grenzen mehr. GEGEND ENTWÜRFE zeigt Literatur im Neststadium – und noch einiges mehr: Rheinland-Pfalz als Ort des Infernos (nach Dante), große Nestflüchter aus Hamburg und Berlin, eine Kartographie des Preisregens und Gespräche über Gott und die Welt. Mit Beiträgen von: Daniel Ableev, Dante Alighieri, Nora Bossong, Lutz Herrschaft, Frank Hertweck, Martin Mandler, Rainer Moritz, Harald Martenstein, Nina Sahm, Nadja Schlüter, Hans Thill u.v.a.m.

 

Kenneth Koch: FRISCHLUFT

Ausgewählte Gedichte. Übersetzt von Tom Schulz, Marcus Roloff und Christian Lux

Kenneth Koch galt als charismatischer Clown der New York School, jener Gruppe von Dichtern, die sich Anfang der 50er Jahre in New York um John Ashbery und Frank O'Hara zusammenfanden und enge Kontakte mit den Malern der pulsierenden New Yorker Kunstszene pflegten. Kochs Gedichte sind voll sprühendem Witz, teilweise verschroben lüstern, bisweilen surrealistisch verspielt, mit einem Wort: diese Gedichte haben Wucht. Koch, Ashbery und O'Hara waren angetreten, die erstarrte und akademisierte Lyrik der Jahrhundertmitte aufzuwirbeln und Frischluft durch die verstaubten Zeilen ihrer Zeitgenossen zu pusten. Anders als die Beat-Dichter war die New York School jedoch nie esoterisch, nie offen politisch, nie simpel anarchisch. Ihr Einfluss auf die heutige amerikanische Dichtung ist weitaus größer als die anderer Richtungen der Jahrhundertmitte. Ende der 70er Jahre erschien in Deutschland eine Auswahl aus dem Werk Kenneth Kochs von Nicolas Born im Rowohlt Verlag. Jetzt haben Marcus Roloff, Tom Schulz und Christian Lux eine umfangreiche Auswahl aus dem Gesamtwerk Kochs erstellt und neu übersetzt. Nach John Ashbery und Barbara Guest ist dies der dritte Autor der New York School bei luxbooks.

Annette Gilbert (Hrsg.): REPRINT

appropriation (&) literature

Zweisprachig, Dt.-Engl. (bilingual edition, german-english)

„The New Sentence? The Old Sentence, reframed, is enough.”

(Kenneth Goldsmith)

Seit den 1960er Jahren stellen Autorinnen und Autoren die Idee der Originalität und Kreativität in der Literatur radikal in Frage. Für ihre Bücher schreiben sie keine neuen Texte, sondern bedienen sich am Fundus der Tradition: Werke der Weltliteratur und Geistesgeschichte werden abgeschrieben, gekürzt, variiert, alphabetisiert oder einfach kopiert und unter eigenem Namen wiederaufgelegt.