Tadeusz Dąbrowski: Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Andre Rudolph, Monika Rinck & Alexander Gumz. Mit einem Nachwort von Michael Krüger
Einband: 
Englisch Broschur
Seitenzahl: 
140
Preis: 
19,80 EUR
ISBN: 
978-3-939557-94-4
Erscheinungstermin: 
2. Auflage, Oktober 2010

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Die Gedichte des polnischen Lyrikers Tądeusz Dabrowski sind atemberaubende Satiren zwischen ironischer Anekdote und biographischer Fiktion. Er vermischt mit sprachlicher Leichtigkeit und formaler Strenge das Erhabene, die Abstraktion mit der Alltäglichkeit.

Er ist dabei stets auch Bürger des Internetzeitalters, das uns alle zu Selbstdarstellern, Pornographen und Informationsflutern, zu Überreizten wie Überreizern gleichermaßen werden lässt.

Die Auswahl umfasst die beiden aktuellen Bände Dabrowskis. Als Übersetzer wurde der Lyriker Andre Rudolph gewonnen, Übersetzungen von Monika Rinck und Alexander Gumz ergänzen die Sammlung. Michael Krüger, der Verleger des Hanser Verlags, hat das Buch mit einem Nachwort versehen.

 

SWR-Bestenliste Februar 2011 Platz 6

Pressestimmen

»Eine Entdeckung: die Gedichte des Polen Tadeusz Dąbrowski. Hier ist ein Junger drauf und dran ist, die große Tradition der polnischen Lyrik fortzuschreiben. Die Gedichte von Tadeusz Dabrowski kommen vom Parlando, vom Sprechen, her. Oft ist es ein Ich, das über sich und die Welt nachdenkt, doch nie im Gestus des Grübelns, sondern leichthin und fast beschwingt. Man spürt schon bei der ersten Lektüre dieses 31-jährigen Lyrikers aus Gdansk, dass die Dinge, die ihn beschäftigen, in allen Einzelheiten durch ihn hindurchgegangen sind. Die Leichtigkeit ist mühsam errungen, vom spontan Hingeschriebenen ist dieser Alltagsphilosoph meilenweit entfernt.« – Volker Sielaff, Tagesspiegel, 20. Juni 2010

 

»Die hier versammelte Auswahl macht auf einen Autor der jüngsten Generation aufmerksam, der mit neuartigen Fragestellungen und Schreibweisen an die Großen der polnischen Dichtung anknüpft. Wo andere dem Zeitgeist der unaufhörlichen Beschleunigung mit einander jagenden Sprachfetzen huldigen oder den Blick auf den einzelnen Gegenstand fokussieren, setzt Dabrowski auf die Kraft der Imagination.« – Dorothea von Törne, WELT, 12. Juni 2010

 

»En passant machen sie Empfindungsinhalt zu Welterkenntnis - die einen in Nonchalance, die anderen mittels der Gelassenheit unerschrockener Sinn- und Seelensucher.« – Astrid Kaminski, Berliner Zeitung, 26. August 2010

 

»Für Dąbrowski besteht unsere Welt aus unzählbaren Anregungen, einen Blick auf die 'andere Seite' zu werfen. Unter die Sohle, unter die Haut, hinter den Vorhang und unter das Haar. Dort findet er wirklich Erstaunliches.« – Tadeusz Nyczek

»Immer neu setzen die Verse an, hinter Zauber und Geheimnis des Wahrgenommenen, Einmaligen zu kommen, bessere Worte zu finden – und schrecken zugleich davor zurück. Aus dieser Paradoxie entstehen die spannungsreichen, skrupulösen, bisweilen selbstironisch klingenden Gedichte. Sie berichten von den feinsten Abstufungen eines Sich-Näherns, das sich verwandelt in ein Nachdenken über Sprache und ihre Grenzen, über Erkenntnis und ihre Grenzen, über Glauben und Zweifel, über Flüchtigkeit und Dauer, über das fragile Ich und seine Vielschichtigkeit.« - Beate Tröger, DER FREITAG, 5.4.2011