Jorge Kanese: DIE FREUDEN DER HÖLLE

Ausgewählte Gedichte. Übersetzt und herausgegeben von Léonce W. Lupette
Einband: 
Englisch Broschur
Seitenzahl: 
150
Preis: 
24,80
ISBN: 
978-3-939557-84-5
Erscheinungstermin: 
Februar 2014

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»Ich habe immer noch keine Art gefunden, mich selbst zu übersetzen«, schreibt Jorge Kanese. Er mischt und deformiert Spanisch, Guaraní, Portugiesisch, erfindet Sprachen. Dem paraguayischen Lyriker geht es mit sich und mit den Texten so, wie es der Sprache in ihnen geht: Es ist ein Verhältnis der Selbstfremdheit, der Entfremdung. Es sind Gedichte, die trotz aller scheinbaren Souveränität nicht über all den Schmerz, die Zerrissenheit und die Ohnmacht hinwegtäuschen wollen, die ihnen vorausgehen, entgegenstehen, und die ihn ihnen auf die unterschiedlichsten Weisen mitsprechen. Das ständige Hinterfragen und Unterlaufen von Grenzen, Institutionen, Instanzen, das Beharren auf der Brüchigkeit von Identität, Sinn und Bedeutung mündet aber nicht in das Zelebrieren von Irrationalität und Unvernunft. In der Betonung der eigenen Beschädigungen und Aporien öffnet sich die lebensbejahrende Lust des Individuums an der Sprache, de all dies erst zugänglich macht. 

Mit »Die Freuden der Hölle« liegt erstmals eine Auswahl des derzeit wichtigsten Lyrikers Paraguays vor, einem Vorreiter der sprachmischenden Literatur aus dem Dreiländereck Paraguay-Brasilien-Argentinien. Léonce W. Lupette hat für die Übersetzung dieser Gedichte ebenfalls eine Mischsprache erfunden (Deutsch-Türkisch) und sie mit Kommentar und ausführlichem Nachwort versehen.