Hart Crane: Weiße Bauten

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit einem Nachwort von Timothy Donnelly & farbigen Illustrationen von Bruno Zaid
Einband: 
Englisch Broschur
Seitenzahl: 
110
Preis: 
16,80 EUR
ISBN: 
978-3-939557-22-7
Erscheinungstermin: 
5. Auflage, April 2013

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Der erste Gedichtband aus dem schmalen Oeuvre Hart Cranes zum ersten Mal seit 1963 in deutscher Übertragung! Nur einen weiteren Band sollte Crane vor seinem Freitod 1932 veröffentlichen, die große, umstrittene Weltdichtung Die Brücke. Key Largo, seine letzte vollständig überlieferte Sammlung musste aus dem Nachlass publiziert werden. Weiße Bauten stieß bei der zeitgenössischen Kritik auf breite Anerkennung.

Crane wurde begeistert gefeiert, wenngleich bereits von Freunden und Kollegen jene Kritik vernehmbar war, die Cranes Werk bis heute verfolgt: moderner, in die Sackgasse laufender Romantizismus, unzugängliche Metaphorik u.ä. Und in der Tat ist Hart Cranes Lyrik der Gegenpol zu den trockenen Schwergewichten der Moderne Pound, Eliot und Gertrude Stein. Von verträumten Eskapismus aber findet sich keine Spur in den Gedichten eines an sich, seiner Umwelt und den Zeitläufen zweifelnden Mannes. Es sind Gedichte, die Zeugnis ablegen über eine scheiternde Suche nach einer klaren Identität.

Pressestimmen

FAZ (Rezension vom 26. September, Heinrich Detering):
»Es ist den rührigen luxbooks zu verdanken, dass nun auch Cranes bahnbrechendes lyrisches Debüt in einer nicht nur liebevoll gestalteten und illustrierten, sondern zum Glück auch zweisprachigen Ausgabe vorliegt. (...) Vital und gebrochen, unstet und zielstrebig wie die Figuren in Cranes Welt ist auch die Verssprache, in der er sie reden lässt. Blankverse und prosanahes Parlando, gereimte und reimlose Strophen gleiten ineinander; Szenerien von triftiger Einfachheit werden überspült von enigmatischen Bilderfluten und dann wieder spröder Abstraktion. Er sei, hat Crane in einem Brief erklärt, interessiert an den Kollisionen zwischen dem Assoziationsreichtum der Wörter und dem ordnenden Bewusstsein. Lux' Übersetzung hält die Mitte zwischen Prosa-Paraphrase und Annäherung an die Rhythmen des Originals. Sie entscheidet sich im Zweifel lieber für die verfremdende als für die einbürgernde Variante und stellt sich gerade so in den Dienst des Originals, zu dessen unübersetzbar lakonischer Dichte sie hinführt.«