Backlist

Rae Armantrout: Narrativ

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Uda Strätling und Matthias Göritz. Mit einem Nachwort von Marjorie Perloff und Fotografien

 

Die Dichtung Rae Armantrouts wird zu der in Deutschland nahezu unbekannten Language-School gezählt, die in der experimentellen Tradition von William Carlos Williams über Charles Olson, Robert Creeley bishin zu John Ashbery und Barbara Guest steht. Williams und Dickinson standen Pate für Armantrouts Umgang mit kurzen Strophen und die Aufladung kurzer einzelner Worte mit den komplexen Fragen postmodernen Lebens. »Sie wurde zu einer der wiederkennbarsten und besten Dichtern ihrer Generation«, so Stephen Burt von der New York Times. Die Jury des Pulitzer-Preises begründete ihre Entscheidung mit dem »auffälligen Humor und Einfallsreichtum« der Lyrikerin. »Ihre Gedichte sind oft wie Gedanken-Bomben, die in den Köpfen ihrer Leser explodieren und noch lange nach dem ersten Lesen nachhallen.« Matthias Göritz und Uda Strätling haben eine repräsentative Auswahl aus dem Gesamtwerk dieser für das Verständnis der gegenwärtigen Entwicklungen in der US-amerikanischen Dichtung unverzichtbaren Lyrikerin übersetzt. Marjorie Perloff, neben Harold Bloom und Helen Vendler die wohl einflussreichste amerikanische Literaturwissenschaftlerin der Gegenwart, hat die Ausgabe mit einem Nachwort versehen. Der Band ist illustriert mit Fotos aus dem Archiv Rae Armantrouts.

 

Platz 2 auf der SWR Bestenliste, Dezember 2009

Pulitzer Preis 2010

National Book Critics Circle Award 2009, Shortlist National Book Award 2009

Mary Jo Bang: Eskapaden

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Barbara Thimm. Mit Illustrationen von Matt Kindt

Die Gedichte Mary Jo Bangs (*1947) sind gekennzeichnet durch den verspielten Umgang mit hochkomplexen Fragen über Wahrnehmung, Perspektive einerseits und die Frage nach der Beschaffenheit von Medien und deren Spiegelungen im menschlichen Geist andererseits. Die Kritik feiert Bang, die erst spät zur Lyrik fand, hymnisch.

Del Ray Cross: Ein frisches Trugbild

Ausgewählte und neue Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Peter Rehberg. Mit Illustrationen von Jessica McLeod

Dieser Band stellt eine der aufregendsten jungen Stimmen der US-amerikanischen Lyrik vor. Del Ray Cross hat mit seinem Magazin Shampoo Poetry und seinem Blog anachronizms der vielseitigen jungen Dichter-Generation ein Forum gegeben und einen eigenen Stil gefunden, der in wunderbaren Moll-Tönen das vibrierende Leben zwischen Medienkultur, Alltag, eigensinniger Naturerfahrung und der unmöglichen Möglichkeit von Liebe besingt. Der Band ist illustriert von Jessica McLeod. Das Cover stammt von Otto Chan.

Andrea Forgacs: Kochkünstler

Gezeichnete Kochrezepte  —  für Kochmuffel, Kochakrobaten, Schleckermäuler, Pastamaniacs und Suppenkasper.

Was für ein Kochtyp sind Sie?

Finden Sie es heraus, mit diesem ungewöhnlichen, liebevollen Kochbuch mit gezeichneten Rezepten und fast ohne Worte ...

... und wenn Sie durchkommen, sind Sie Kochprofi!

Jane Austen: Die Geschichte Englands

Mit einem Nachwort von A. S. Byatt.

Jane Austen litt als Schülerin offensichtlich arg unter dem Unterricht in englischer Geschichte.  Als 16-jährige nahm sie schließlich Rache und schrieb eine eigene höchst vergnüg-liche Geschichte der Königinnen und Könige von England. Dieses ungemein unzuverlässige Geschichtsbuch besteht aus 13 bitterbösen Porträts englischer Royals, die luxbooks zum ersten Mal auf Deutsch und illustriert von der durch die Stiftung Buchkunst ausgezeichneten Buchkünstlerin Mandy Schlundt präsentiert.

Arne Rautenberg: gebrochene Naturen

Gedichte

Universalkünstler – so nennt man es wohl, wenn sich ein Maler, ein Dichter, ein Installationskünstler, ein Rezitator, ein Übersetzer, ein Herausgeber, ein Kurator, ein Rezensent, ein Romancier und ein Kinderbuchautor, in einem Menschen vereinen. Arne Rautenberg ist einer, dem alles gelingt und zugleich einer der einladendsten und begabtesten Lyriker seiner Generation. Michael Braun, Haucke Hückstädt, Ulrike Draesner und Sylvia Geist gehören zur begeisterten Leserschaft des Grenzgängers aus Kiel.

Andre Rudolph: Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit

Gedichte. Mit Illustrationen von Annette Kühn

Der lange erwartete Debütband Andre Rudolphs (Prosanova Preisträger 2008) eröffnet die Reihe junger deutscher Lyrik bei luxbooks. Was in diesen Versen geschieht, ist unerhört: Beunruhigend, aufstörend schön und bisweilen komisch. Dazwischen immer wieder ein verwegener Mut zum dichterischen Risiko: Da gibt es Schmetterlingssägen und Buntmetallglück neben aufmerksamkeitsdefizitären Landschaften und eben Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit.

Jeni Olin (Truckdarling): Ich habe Angst um meinen Hedgefonds

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Peter Rehberg. Mit Illustrationen.

Die Lyrikerin Jeni Olin gehört in jene Linie amerikanischer Lyrik, die Stimmen wie John Ashbery, Frank O’Hara, Ted Berrigan und Alice Notley hervorgebracht hat. Man könnte sie auch eine Dichterin der New York School dritter Generation nennen, allein ist doch schon die erste Generation so disparat, dass das Etikett wenig mehr aussagt als das Schreiben mehr oder weniger freier Verse mit popkulturellen Bezügen & ironischer Note in New York. Näher kommt man Jeni Olins Werk wohl eher, wenn man sie als popmodernen Wiedergänger des Flaneurs begreift.

Sarah Manguso: Komm her, O Klarheit

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Ron Winkler. Mit Illustrationen von Jessica Findley.

Die Gedichte der Joseph Brodsky Rome-Preisträgerin 2008 sind funkensprühende Essays, in denen sich in der Tradition Ralph Waldo Emersons eine selbstsichere mit einer zweifelnden Stimme abwechselt. Diese mäandernde Stimme ist eine tief mit der Wahrheit verwurzelte Lügnerin. Mangusos Gedichte sind semantische Flunkereien, die mit simplen, doch stets sogkräftigen Sätzen eröffnen, um dann mit furiosen Winkelzügen die Logik in doppelbödige Argumentationen zu entführen, in denen die ständig sich verändernde Wahrheit als reißender Strom von Gedanken für die Dauer des Gedichts eingefangen zu sein scheint.

Martina Hoffmann: Lotta oder der Zauber in der Nacht

Graphikbuch inklusive DVD

Lotta zieht um – in eine große Stadt voller  gleich aussehender Häuser mit gleich aussehenden Fenstern, die sich über die Fassaden ziehen wie Mosaiksteine. Wohin sie auch blickt, kein Flecken Grün ist zu finden in dieser dystopischen Szenerie einer Großstadt, die die Illustratorin Martina Hoffmann in eindringlichen Schwarzweißzeichnungen auf Packpapier erschaffen hat.