Backlist

Ich lebe in einem Wasserturm am Meer, was albern ist

Gedichte

Ein großes wildes Wagnis sind diese Gedichte, die eine verwegen aufspielende Stimme vorantreibt. Pathos und Melancholie? Liebesgedichte? Das assoziert man weder mit dieser Dichtergeneration noch mit dem Leipziger Lyriker Carl-Christian Elze, der mit "Ich lebe in einem Wasserturm am Meer, was albern ist" seinen dritten Gedichtband vorlegt und den Leser in jedem Gedicht auf mehrere Fährten lockt. Und wie der Titel nahelegt, ist das Pathos mit Vorsicht zu genießen. Denn in diesen außergewöhnlichen Versen finden sich rasch auch "fickende Fliegen" in den Köpfen. Und die vermehren sich naturgemäß rasch.

 

Levin Westermann: unbekannt verzogen

Gedichte

Von den szeneintern anerkannten Zeitschriften und Ezines unbemerkt sprang 2010 völlig unvermittelt Levin Westermann auf die vibrierende und noch immer viel zu wenig beachtete Lyrikbühne der Gegenwart. Es tuschelte, es rauschte. Wer ist der Gewinner des 18. Open Mike? 

Westermann, der 1980 in Meerbusch geboren wurde und heute in der Schweiz lebt, schreibt Gedichte "in denen sich ein Ich auf das eigene Verschwinden vorzubereiten scheint" (Michael Braun).

40% Paradies. Gedichte des Lyrikkollektivs G13

Anthologie

Diese Anthologie ist das erste gemeinsame Buch der Gruppe G13, es beinhaltet die Gedichte von 14 Mitgliedern: Rebecca Ciesielski, Max Czollek, Paula Glamann, Helene Könau, Tabea Xenia Magyar, Alexander Makowka, Tristan Marquardt, Maria Natt, Can Pestanli, Friederike Scheffler, Lea Schneider, Linus Westheuser, Ilja Winther und Nele Wolter.

G13 ist ein Berliner Lyrikkollektiv, das 2009 ins Leben gerufen wurde. In regelmäßigen Treffen präsentieren und diskutieren die Mitglieder neue Gedichte, dazu wird ein eigener Blog betrieben (http://gdreizehn.com). Nach zahlreichen Lesungen und einem Workshop zur Förderung junger Schreibender folgte 2011 die erste gemeinsame Publikation in der Zeitschrift »Belletristik«. Für mehrere Touren durch den ganzen deutschsprachigen Raum sowie einen Auftritt beim Zeltkunst-Festival entwickelte die Gruppe in Zusammenarbeit mit Regisseur_innen und Musiker_innen Bühnenprogramme, die Lesung und Performance vereinen.

Für das Lektorat wurden renommierte Lyriker gewonnen: Gerhard Falkner, Björn Kuhligk, Andre Rudolph, Ulrike Almut Sandig, Daniela Seel, Lutz Steinbrück, Ulf Stolterfoht, Ron Winkler.

 

George Oppen: DIE ROHSTOFFE

gedichte. zweisprachig. übersetzt von norbert lange. mit einem nachwort von paul auster

George Oppen (1908-1984) gehört zu den einflussreichen Objectivists um Louis Zukofsky, die eng verbunden waren mit Ezra Pound, Hilda Doolittle und dem Umfeld des legendären Poetry Magazins von Harriet Monroe. Die Gedichte des Pulitzer-Preis-trägers handeln von einfachen Menschen, von ihrer Gegenwart in der Historie, ihrem Potential und ihrer Hoffnung auf Würde. Angefangen mit seinem Band »The Materials«, der hiermit zum ersten Mal auf Deutsch vorliegt, markieren seine in den 60er- und 70er-Jahren erschienenen Gedichtbände den bewunderns-werten Versuch einer ethisch basierten Poetik vor dem Hintergrund der Katastrophen des 20. Jahrhunderts.

»Die Rohstoffe« ist die erste Buchveröffentlichung von Gedichten George Oppens in Deutschland. Der Band erscheint zweisprachig in der Übertragung von Norbert Lange. Das Nachwort stammt von Paul Auster.

 

Norbert Lange: Das Schiefe, das Harte und das Gemalene

gedichte

Norbert Lange legt seinen lange erwarteten, zweiten Gedichtband vor. Es ist der Auftakt zu einem dreibändigen Hypertext.

»[Sein Gedicht] wirkt wie ein Beschwörungsritual, in dem ein Ich allerlei magische Kräfte entbindet, um sich seiner Existenz und seines metaphysischen Standorts zu vergewissern. Norbert Lange sucht den intensiven Austausch mit den Stimmen der poetischen Tradition, mit den poetischen Energien der lyrischen Vorfahren. Daraus entsteht eine gewaltige poetische Reibungshitze.« 

—Michael Braun

 

Andre Rudolph: Confessional Poetry

gedichte

Die zweite Band des mehrfach ausgezeichneten Leipziger Lyrikers Andre Rudolph.

»Eine lyrische Stimme voll abgründiger Leichtigkeit und selbstironischer Verzweiflung. Sie fängt präzise Echos unserer Gegenwart auf, spielt mit ihren technischen Verschaltungen und erzeugt ein ganz und gar heutiges Klangbild. Mit melancholischem Humor und Aberwitz schlagen die Texte den Leser in ihren Bann.« 

[Jury-Begründung zum Lyrikpreis Meran]

 

Volker Sielaff: Selbstporträt mit Zwerg

Gedichte

»Es ist nur dieser kleine Ausschnitt im Hof/ ein Stück Aussicht, die ich habe von meinem/ Fenster..." Volker Sielaff ist ein bescheiden auftretender Dichter der leisen Töne. Dagegen aber steht das ungewöhnlich vielstimmige Konzert der Lobeshymnen, das seinen Debütband »Postkarte für Nofretete« begleitet hat: WELT, SZ, taz, Frankfurter Rundschau, Kritiker von Michael Braun bis Joachim Sartorius – alle feierten einstimmig den Dichter des »Verschwindens im Bild«. In der luxbooks.lyrik erscheint nun der lang erwartete zweite Band des Dresdner Dichters.

Jane Austen: The History of England. English Version

Illustrated by Mandy Schlundt. Afterword by A.S. Byatt

 

Jane Austen litt als Schülerin offensichtlich arg unter dem Unterricht in englischer Geschichte.  Als 16-jährige nahm sie schließlich Rache und schrieb eine eigene höchst vergnüg-liche Geschichte der Königinnen und Könige von England. Dieses ungemein unzuverlässige Geschichtsbuch besteht aus 13 bitterbösen Porträts englischer Royals, die luxbooks zum ersten Mal auf Deutsch und illustriert von der durch die Stiftung Buchkunst ausgezeichneten Buchkünstlerin Mandy Schlundt präsentiert.

Adrian Kasnitz: Schrumpfende Städte

Gedichte

 

Der neue Gedichtband des Kölner Lyrikers und Verlegers Adrian Kasnitz ist eine heimliche Europareise, die besonders durch jene Regionen führt, die die junge Lyrik bisweilen gern ausklammert: die deutsche Provinz. Seine hymnischen Elegien und elegischen Hymnen auf die verlassen welkenden rheinisch-westfälischen Schwerindustriestädte sind in der Gegenwartsdichtung ohne Beispiel. Die aufgerufenen Frauengestalten von Annette von Droste-Hülshoff bis Scarlett Johansson deuten auf das Panorama, das diese Gedichte aufspannen können.

 

Gedichte vom Leben an den Rändern der Zentren

Katharina Schultens: gierstabil

Gedichte

 

»briefe tonbänder schwappend um die/ füße. hier stand er schon einmal &/ war das meer: eine schablone.« Sechs Jahre liegen zwischen Katharina Schultens Debütband und ihrer zweiten Sammlung »gierstabil«. Die mit dem Leonce und Lena Preis 2013 ausgezeichnete Berliner Dichterin ist eine Meisterin der Vermischung naturwissenschaftlicher und biologischer Bildwelten mit sprachreflexiven Gegenwartskontemplationen. Gierstabilität bezeichnet zunächst einmal den Umstand, dass sich ein Fahrzeug ohne weitere Steuerung in der Tendenz geradeaus bewegt. In »gierstabil« bewegt sich die Dichterin durch die Assoziations- und Sprachgebiete der Gegenwart.