Tao Lin

(*1983) lebt in New York. Er studierte Journalismus an der New York University. Seit 2012 schreibt er eine wöchentliche Kolumne »Drug Related Photoshop Art« für das VICE Magazine. Seine Essays und Kurzgeschichten erscheinen u. a. in Thought Catalog, New York Observer und The Believer. Neben seinem Roman »Richard Yates« veröffentlichte er zwei Gedichtbände und drei weitere Romane. Auf Deutsch erschien bisher Gute Laune (Dumont, 2009). Durch seine Präsenz auf Partys von Socialites, einer Beziehung zur Pop-Musikerin Lana Del Ray und durch die öffentlichkeitswirksame Versteigerung seiner zukünftigen Tantiemen an »Richard Yates« sowie des Bietergefechts zwischen den großen New Yorker Verlagen um seinen jüngsten Roman hat er das Prinzip der Selbstvermarktung in der Literatur zur eigenen Kunstform erhoben und gilt manchen als »Kafka der Iphone-Generation«.
(Foto: Noah Kalina)

Tao Lin: RICHARD YATES

Roman. Übersetzt von Christian Lux

In "Richard Yates" erzählt Tao Lin, Enfant Terrible unter den jungen Erzählern der USA, eine dunkel hypnotische Geschichte um schlechten Sex, veganes Essen, Gmail-Chats und einer verbotenen Liebe. Der titelgebende legendäre Romanautor Richard Yates ("Revolutionary Road") spielt nahezu keine Rolle. Stattdessen wird die Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen einem sehr jungen Autor und einer noch jüngeren minderjährigen Schülerin erzählt, die sich im Internet unter den Pseudonymen Dakota Fanning und Haley Joel Osment, beides Namen berühmter Hollywood-Kinderstars, kennenge-lernt haben. Während Haley Joel Osment versucht Arbeit und Liebe miteinander zu vereinbaren, wird Dakota Fanning fortlaufend selbstzerstörerischer im Versuch, Haleys uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu erhalten. Haleys Schuldgefühle und Wut steigern sich, bis das Paar in einen unkontrollierbaren Strudel gerät.