Sylvia Geist

1963 in Berlin geboren, studierte Chemie, Germanistik und Kunstgeschichte. Sie veröffentlichte Gedichtbände und Prosa, zuletzt den Erzählband „Letzte Freunde“ (Luftschacht, 2011), Übersetzungen (zuletzt von Chirikure Chirikure den Gedichtband „Aussicht auf eigene Schatten, Wunderhorn 2011) sowie Herausgaben. Mehrere Auszeichnungen, darunter den Lyrikpreis Meran (2002), ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben (2006) und die Adolf-Mejstrik-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (2008). Sie lebt in Hannover und Vancouver.

Peter Gizzi: totsein ist gut in amerika

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Sylvia Geist, Daniela Seel und Christian Lux. Mit Übersetzungen von Andreas Bülhoff, Simone Kornappel und Jan Skudlarek

totsein ist gut in amerika, deutlicher kann ein Abgesang auf den amerikanischen Traum nicht ausfallen. Und dennoch ist es ein Gesang. Die Vermählung größtmöglicher Kritik mit einer traurigen Hymne. Die Ambivalenz alles heutigen Lebens und Denkens in Verse zu bannen - niemandem gelingt dieser Spagat wie den Dichtern der USA. Von Walt Whitman bis Frank O'Hara und Jack Spicer gibt es eine lange Tradition dieser janusköpfigen Gedichte. Neben Ashbery und Creeley sind sie diese Dichter die eigentlichen Paten eines der wichtigsten Gegenwartsautoren der USA. Mehrere deutsche Lyriker wie Sylvia Geist, Daniela Seel, Jan Skudlarek und Simone Kornappel sowie der Verleger des luxbooks-Verlags haben sich an die Auswahl und Übersetzung aus dem Werk des in Amherst lebenden Peter Gizzis gemacht. Herausgekommen ist einer der wichtigsten Werküberblicke in der luxbooks.americana. Das Nachwort stammt von der bedeutendsten Lyrikkritikerin der USA: Marjorie Perloff.

John Ashbery: EIN WELTGEWANDTES LAND

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von deutschen Lyrikern. Mit einem Nachwort von Marjorie Perloff

Der jüngste und 27. Band des derzeit wohl wirkungsmächtigsten US-amerikanischen Lyrikers zeigt den 1927 in Rochester geborenen John Ashbery erneut als den unangefochtenen Meister des doppelbödigen Versteckspiels. Die Bedeutung des schon zu Lebzeiten zur Legende gewordenen New Yorker Weltbürgers ist hierzulande höchstens mit jener Friederike Mayröckers zu vergleichen. Für die Übersetzung wurden viele der wichtigsten deutschen Lyriker und Übersetzer gewonnen.