Matthea Harvey

Die 1973 in Deutschland geborene Lyrikerin und Kinderbuchautorin Matthea Harvey wuch ins Milwaukee auf und studierte in Harvard und Iowa. Sie gehört zu den angesehensten Lyrikerinnen ihrer Generation. Bisher sind die drei Gedichtbände »Pity the Bathtub Its Forced Embrace of the Human Form« (2000), »Sad Little Breathing Machine« (2004) und »Modern Life« (2007) erschienen. Sie war Lyrikredakteurin der Zeitschrift American Letters & Commentary. Modern Life war für den National Book Critics Circle Award 2007 nominiert. 2009 erhielt sie den bedeutenden und hochdotierten Kingsley Tufts Poetry Award. Ihre Gedichte erscheinen u. a.in The New Yorker, The New Republic, Slope. Im Herbst 2010 erscheint in der Übersetzung Uljana Wolfs eine Gedichtauswahl im Verlag Kookbooks. Sie lebt und lehrt in Brooklyn.

Matthea Harvey / Elisabeth Zechel: Der kleine General und die riesenhafte Schneeflocke

Ein Graphikbuch für Kleine und Große. Texte von Matthea Harvey, Zeichnungen von Elisabeth Zechel

Willkommen in einer Welt, in der Realisten und Träumer einen Krieg gegeneinander führen, einer Welt, in der riesige Schneeflocken über dem erscheinen, der seine Phantasie nicht benutzt. Willkommen beim kleinen General, der so geordnet lebt, dass er Schuhe für bestimmte Tage hat und ein Lieblingsbuch mit dem Titel »So, Sie wollen also Ihren Dachboden alphabetisch sortieren?«. Machen Sie Bekanntschaft mit Lieutenant Lyle, einem Realisten, der von plötzlichen Stimmungsschwankungen befallen ist, und Seargant Samantha, einer sehr großen Frau, die einen sehr kleinen Mann sehr mag...

Arielle Greenberg: Stadt aus Papier

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt & mit einem Nachwort von Ron Winkler. Mit Fotografien von Matthea Harvey

Man könnte sie eine unterhaltsame Verführerin in die Abgründe der Zivilisation nennen: Arielle Greenberg. Spielerisch & im besten Sinne schwierig sind ihre Verse, in denen sich Neurosen, Klischees, popkulturelle Deformationen, umgangssprachliche Module & Amerikabilder tummeln. In Greenbergs Poesiedrinks mischen sich jüdische Subtexte, Wiegenlieder & sonderbare ›Gedankenmärchen‹. Hoch- und Trivialkultur werden gekonnt adaptiert & souverän wieder verscheucht. Es entstehen Gedichte, die Sex sind & Vergnügen, doch finden sich ebenso Breitseiten echten Schmerzes.