Mary Jo Bang

(*1946, Waynesville, Missouri) studierte zunächst Soziologie, arbeitete dann einige Jahre als Hilfsärztin, studierte erneut Fotografie in London und Jahre später Creative Writing an der Columbia University. Ihr erster Gedichtband erschien 1997 und gewann den Katharine Bakeless Nason Prize. Von 1995 bis 2005 betreute sie gemeinsam mit Timothy Donnelly die Lyriksparte der Boston Review. Zahlreiche Fellowships und Preise, darunter ein Pushcart Prize und ein Guggenheim Fellowship. 2007 gewann sie den bedeutenden National Book Critics Circle Award für ihren Band »Elegy«, der von der New York Times zu einem der wichtigsten Bücher des Jahres ernannt wurde. Ihre Gedichte wurden vielfach anthologisiert und erscheinen in zahlreichen Zeitschriften wie Poetry, der New York Times und in der jährlich erscheinenden Anthologie The Best American Poetry. Sie lebt und lehrt in St. Louis Missouri.
(Foto: Mark Schäfer)

Mary Jo Bang: Eskapaden

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Barbara Thimm. Mit Illustrationen von Matt Kindt

Die Gedichte Mary Jo Bangs (*1947) sind gekennzeichnet durch den verspielten Umgang mit hochkomplexen Fragen über Wahrnehmung, Perspektive einerseits und die Frage nach der Beschaffenheit von Medien und deren Spiegelungen im menschlichen Geist andererseits. Die Kritik feiert Bang, die erst spät zur Lyrik fand, hymnisch.