Katharina Schultens

Katharina Schultens, geboren 1980 in Rheinland-Pfalz, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim, St. Louis und Bologna. Sie arbeitet seit 2006 als Referentin im Bereich Forschungsverwaltung an der Humboldt-Universität zu Berlin und lebt in Berlin-Kreuzberg. Seit 1998 Veröffentlichungen von Lyrik sowie poetologischen Texten in Zeitschriften (u.a. bella triste, randnummer, ostragehege) und Anthologien (u.a. Lyrik von Jetzt II, Neubuch). 2004 erschien der Lyrikband "Aufbrüche" im Rhein-Mosel-Verlag. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Martha-Saalfeld-Förderpreis (2005), der Georg-K.-Glaser-Förderpreis (2007), der Förderpreis zum Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz (2009) und der Leonce und Lena Preis (2013).

Katharina Schultens: gierstabil

Gedichte

 

»briefe tonbänder schwappend um die/ füße. hier stand er schon einmal &/ war das meer: eine schablone.« Sechs Jahre liegen zwischen Katharina Schultens Debütband und ihrer zweiten Sammlung »gierstabil«. Die mit dem Leonce und Lena Preis 2013 ausgezeichnete Berliner Dichterin ist eine Meisterin der Vermischung naturwissenschaftlicher und biologischer Bildwelten mit sprachreflexiven Gegenwartskontemplationen. Gierstabilität bezeichnet zunächst einmal den Umstand, dass sich ein Fahrzeug ohne weitere Steuerung in der Tendenz geradeaus bewegt. In »gierstabil« bewegt sich die Dichterin durch die Assoziations- und Sprachgebiete der Gegenwart.