John Hawkes

(*1925-1998) wuchs in Connecticut, Alaska und New York auf. Er meldete sich 1943 als Freiwilliger zum American Field Service und war unter anderem in Deutschland stationiert. 1947 nahm er sein Studium an der Harvard University wieder auf. Sein erster Roman »The Cannibal« erschien 1949. Zunächst mehrere Jahre Mitarbeiter der Harvard University Press, lehrte er später Englisch in Harvard und wurde Anfang der 60er Jahre Professor für Creative Writing an der Brown University. Mit seinem Roman »The Lime Twig« gelang ihm 1961 in den USA der Durchbruch. Seitdem zählt er zu den bedeutendsten Vertretern der amerikanischen Postmoderne. Er starb 1998 in Rhode Island, Providence.

John Hawkes: DIE LEIMRUTE

Roman. Übersetzt von Grete Weil

Ein Pferderennen im englischen Aldington bietet den Hintergrund für einen literarischen Thriller von Weltrang. Das Ehepaar Michael und Maragret Banks wird von einem Freund in den scheinbar genialen Plan verwickelt, eines der Rennpferde beim Golden Bowl zu stehlen und unter falschem Namen wieder auf die Bahn zu schicken. Die Aktion schlägt katastrophal fehl, und die Banks finden sich unvermittelt im Konflikt mit einer professionellen Verbrecherbande und somit in einem fiebrigen, albtraumhaften Szenario, das auf ein grausames Ende zusteuert.

Thomas Pynchon hält den Roman für einen der wichtigsten Wegbereiter der Postmoderne. Zu Hawkes Fürsprechern gehören außerdem Flannery O’Connor, Saul Bellow, Anthony Burgess, Donald Barthelme und William H. Gass.

Bereits 1964 erschien im Limes Verlag Wiesbaden (zu dessen Autoren Gottfried Benn und Alan Ginsberg gehörten) John Hawkes "The Lime Twig" in der Übersetzung von Grete Weil. Das
fünf-zigjährige Publikations-Jubiläum wollen wir dazu nutzen, auf die durch uns in Wiesbaden fortgeführte Herausgabe von US-Literatur und Gegenwartslyrik
hinzuweisen.