H. D. (Hilda Doolittle)

H. D. (1886-1961) gehört zu den wichtigsten Vertretern der Hochmoderne. Sie wird wie Amy Lowell zu den Imagisten um Ezra Pound und Richard Aldington gezählt. Als deren Gallionsfigur erlangte sie unter dem ihr von Pound gegebenen Namen H.D. Imagiste kurz nach ihrer Ankunft in England 1910 schnell Berühmtheit. H. D.s erster Gedichtband Sea Garden erschien 1916. Es folgten mehr als ein Dutzend weiterer Bände, darunter Hymen (1921), Heliodora and Other Poems (1924), Red Roses for Bronze (1931), Tribute to the Angels (1945), und Flowering of the Rod (1946). Neben ihrem eigenen Schreiben übertrug sie klassische griechische Dichtung ins Englische.
(Foto: Courtesy of New Directions Books)

H.D.: MeeresGarten

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Annette Kühn. Mit einem Nachwort von Dietmar Dath. Illustriert von Martina Hoffmann

Der Debütband Hilda Doolittles gehört zu den wichtigsten Zeugnissen der Moderne und ist zugleich einer der schönsten Gedichtzyklen über das Meer und vor allem über die Blumen in der Nähe der Ozeane überhaupt. Es sind die für den Imagismus so wichtigen Einflüsse aus Dichtung und Kunst des alten Japans mit seinem traditionellen Understatement, die den Gedichten Doolittles ihre puristische Schönheit verleihen. In der stillen Betrachtung der windgeschüttelten und salzverkrusteten Blumen vollzieht H.D. die lyrischen Transformationen, die ihre Dichtung zu einer so wichtigen Bezugsquelle für die moderne englischsprachige Dichtung machen.