George Oppen

George Oppen (1908-1984) ist einer der wichtigsten Vertreter der Objectivists. Die extreme Armut großer Teile der Bevölkerung während der Depressionsjahre und die Ausbreitung des Faschismus in Europa führten zu einer zunehmenden marxistischen Politisierung Oppens. Unwillens politische Propagandalyrik zu verfassen, gab er die Dichtung für über dreißig Jahre auf, trat der kommunistischen Partei bei und organisierte Arbeiterstreiks und Demonstrationen. 1942 meldete er sich freiwillig für die Armee und kämpfte u. a. in den Ardennen. Nach dem Krieg Flucht des Ehepaars Oppen vor den McCarthy-Verfolgungen nach Mexiko. Betrieb einer Schreinerei. Erst 1958 Rückkehr in die USA und Beginn der Arbeiten an Oppens zweitem Gedichtband »The Materials / Die Rohstoffe«, der 1962 erschien. Bis zu seinem Tod folgten noch vier weitere Bände, 1969 wurde ihm der Pulitzer Preis verliehen.

George Oppen: DIE ROHSTOFFE

gedichte. zweisprachig. übersetzt von norbert lange. mit einem nachwort von paul auster

George Oppen (1908-1984) gehört zu den einflussreichen Objectivists um Louis Zukofsky, die eng verbunden waren mit Ezra Pound, Hilda Doolittle und dem Umfeld des legendären Poetry Magazins von Harriet Monroe. Die Gedichte des Pulitzer-Preis-trägers handeln von einfachen Menschen, von ihrer Gegenwart in der Historie, ihrem Potential und ihrer Hoffnung auf Würde. Angefangen mit seinem Band »The Materials«, der hiermit zum ersten Mal auf Deutsch vorliegt, markieren seine in den 60er- und 70er-Jahren erschienenen Gedichtbände den bewunderns-werten Versuch einer ethisch basierten Poetik vor dem Hintergrund der Katastrophen des 20. Jahrhunderts.

»Die Rohstoffe« ist die erste Buchveröffentlichung von Gedichten George Oppens in Deutschland. Der Band erscheint zweisprachig in der Übertragung von Norbert Lange. Das Nachwort stammt von Paul Auster.