Christian Lux

Tao Lin: RICHARD YATES

Roman. Übersetzt von Christian Lux

In "Richard Yates" erzählt Tao Lin, Enfant Terrible unter den jungen Erzählern der USA, eine dunkel hypnotische Geschichte um schlechten Sex, veganes Essen, Gmail-Chats und einer verbotenen Liebe. Der titelgebende legendäre Romanautor Richard Yates ("Revolutionary Road") spielt nahezu keine Rolle. Stattdessen wird die Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen einem sehr jungen Autor und einer noch jüngeren minderjährigen Schülerin erzählt, die sich im Internet unter den Pseudonymen Dakota Fanning und Haley Joel Osment, beides Namen berühmter Hollywood-Kinderstars, kennenge-lernt haben. Während Haley Joel Osment versucht Arbeit und Liebe miteinander zu vereinbaren, wird Dakota Fanning fortlaufend selbstzerstörerischer im Versuch, Haleys uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu erhalten. Haleys Schuldgefühle und Wut steigern sich, bis das Paar in einen unkontrollierbaren Strudel gerät. 

Alan Sepinwall: DIE REVOLUTION WAR IM FERNSEHEN

ESSAYBAND. Übersetzt von Tom Bresemann, Annette Kühn & Christian Lux

 

In seiner ersten Therapiestunde mit Dr. Melfi erklärt Tony Soprano: „Es ist gut, von Anfang an bei etwas dabei zu sein. Dafür war ich zu spät, ich weiß. Doch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass ich erst am Ende dazukam. Dass alles schon vorbei ist.“ In seinem brillanten ersten Buch beschreibt der einflussreichste TV-Kritiker der USA und Serienblogger Alan Sepinwall, dass dieser Satz nicht das Ende von etwas markiert, sondern den Aufbruch zu etwas völlig Neuem: der Beginn der Revolution im Fernsehen. Als vielleicht bester Chronist der  Fernsehlandschaft begleitet und erklärt er seit fast 20 Jahren die Umwälzungen, die durch großartige, tief in die Verwerfungen der Postmoderne gestürzte Serien wie “The Sopranos”, “Mad Men”, “24”, “Breaking Bad”, “The Wire” oder “Deadwood” entstanden sind. Gerade von der New York Times als eines der besten Bücher 2012 ausgezeichnet, ist dieses Buch eine geistreiche und kluge Kulturgeschichte. Hintergrundstories und Analysen zu zwölf Serien, die Fernsehgeschichte schrieben. Sepinwall kann sich dabei auf einzigartige Interviews mit den Produzenten, Erfindern, Drehbuchautoren, Schauspielern und Fernsehmanagern stützen. Er erzählt, wie die Showrunner unter den Bedingungen des vielleicht kapitalistischen Mediums überhaupt Kunstwerke schufen. Sepinwall zeigt uns, wie die Akteure den ihnen gegebenen Raum und die Vertrautheit des Fernsehens genutzt haben, um eben dort die Grenzen des Erzählens zu verschieben – und wie sie gleichzeitig die komplexen philosophischen Ansätze hinter ihren Werken sichtbar machen. 

Folgende Serien sind mit Einzelessays vertreten: OZ, The Sopranos, The Wire, The Shield, Lost, Buffy, 24, Battlestar Galactica, Friday Night Lights, Mad Men und Breaking Bad.

 

Sam Lipsyte: DER SPENDER

Roman

Eine böse, treffsichere Satire über das Amerika der 2000er Jahre. Lipsyte verrührt seinen urkomischen Cocktail aus Sarkasmus und schmerzlicher Handlungsunfähigkeit zu eloquenten Volten, die ihm den Vergleich mit Mark Twain und Joseph Heller eingebracht haben. 

Ein New York Times Bestseller

Peter Gizzi: totsein ist gut in amerika

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Sylvia Geist, Daniela Seel und Christian Lux. Mit Übersetzungen von Andreas Bülhoff, Simone Kornappel und Jan Skudlarek

totsein ist gut in amerika, deutlicher kann ein Abgesang auf den amerikanischen Traum nicht ausfallen. Und dennoch ist es ein Gesang. Die Vermählung größtmöglicher Kritik mit einer traurigen Hymne. Die Ambivalenz alles heutigen Lebens und Denkens in Verse zu bannen - niemandem gelingt dieser Spagat wie den Dichtern der USA. Von Walt Whitman bis Frank O'Hara und Jack Spicer gibt es eine lange Tradition dieser janusköpfigen Gedichte. Neben Ashbery und Creeley sind sie diese Dichter die eigentlichen Paten eines der wichtigsten Gegenwartsautoren der USA. Mehrere deutsche Lyriker wie Sylvia Geist, Daniela Seel, Jan Skudlarek und Simone Kornappel sowie der Verleger des luxbooks-Verlags haben sich an die Auswahl und Übersetzung aus dem Werk des in Amherst lebenden Peter Gizzis gemacht. Herausgekommen ist einer der wichtigsten Werküberblicke in der luxbooks.americana. Das Nachwort stammt von der bedeutendsten Lyrikkritikerin der USA: Marjorie Perloff.

Hart Crane: Weiße Bauten

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit einem Nachwort von Timothy Donnelly & farbigen Illustrationen von Bruno Zaid

Der erste Gedichtband aus dem schmalen Oeuvre Hart Cranes zum ersten Mal seit 1963 in deutscher Übertragung! Nur einen weiteren Band sollte Crane vor seinem Freitod 1932 veröffentlichen, die große, umstrittene Weltdichtung Die Brücke. Key Largo, seine letzte vollständig überlieferte Sammlung musste aus dem Nachlass publiziert werden. Weiße Bauten stieß bei der zeitgenössischen Kritik auf breite Anerkennung.

Jessica McLeod: Space Rabbit

oder Von der Traurigkeit weltraumreisender Hasen ein graphikbuch. Übersetzt von Christian Lux

Der erste Band dieser Reihe lädt in die sanft-bizarre Welt der jungen Zeichnerin Jessica McLeod, die seit einigen Jahren zutiefst melancholische, leise-ironisch aufblitzende Geschichten im Web publiziert. Dieser Band versammelt die vier kleinen Geschichten um Space Rabbit, einen heimatlosen Hasen, für den es weder im All noch auf der Erde ein passendes Zuhause gibt. McLeod zieht ihre Leser Bild für Bild in eine langsamer tickende Welt, weit ab von Börsenlärm, Kulturgeflacker und Zeitgeist und schafft so nahezu wortlos eine ausgebremste Gegenwelt zu der Geschwindigkeit des Internet, dem dieser Hase entstammt.

Jennifer L. Knox: Wir fürchten uns

Ausgewählte und neue Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Christian Lux und Ron Winkler. Mit farbigen Fotografien von Jeremy Hinsdale

Die Lyrik der Jennifer L. Knox gehört zu dem frechsten und ungewöhnlichsten, was die jüngste zeitgenössische Lyrik der USA zu bieten hat. In ihren Gedichten schlüpft sie in unzählige Rollen, schlägt dabei Kapriolen von der Post- zur Popmoderne und verbrüdert sich im Geiste mit Frank O’Hara, Pop-Kultur, Spätwestern und Derrida. Nebenbei und von leichter Hand sind diese Gedichte obendrein zutiefst tragikomisch mit einem leichten Hang zum Absurden. Ihre Gedichte erscheinen in der wichtigen jährlich herausgegeben Blütenlese amerikanischer Lyrik The Best American Poetry, sowie in The Iowa Review, Ploughshares und Verse.

D. A. Powell: Cocktails

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit einem Nachwort von Kevin Prufer & Illustrationen von Mahendra Singh.

D. A. Powells Dichtung ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Kein anderer Dichter seiner Generation vermag es gleichzeitig regelmäßig auf den Seiten der altehrwürdigen etablierten Zeitschriften wie auch in den sprachexperimentellen Magazinen der Language Poetry zu erscheinen & dabei obendrein Anhänger in der Slam Poetry um sich zu scharen. Und immer wieder findet sich der Vergleich mit e.e. cummings. Schonungslos & mit unbestechlichem Auge findet powell den Stoff für seine Gedichte in den Begleiterscheinungen seiner unheilbaren Erkrankung.

John Updike: Americana

Reisegedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Christian Lux. Mit Illustrationen von Annette Kühn.

Reisebilder, Flughafengedichte, satirisch-melancholische Kleinode hat der große Romancier John Updike (1932-2009) in seiner Gedicht-Sammlung »Americana« von 2001 versammelt. Updike hat mit diesen Gedichten ein letztes grosses Bild der USA unmittelbar vor dem 11. September, vor George. W. Bush, vor New Orleans gezeichnet. Und doch sind die Einblicke in die amerikanischen Kleinstadtwelten, auf die Metropolen, auf die Flughäfen des Landes zeitlos – mögen sich die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen verschärft haben, mag das politische Klima unerträglich aufgeheizt sein: es lohnt, in diese Gedichte einzutauchen.