Alan Sepinwall

wuchs in Pine Brook, New Jersey auf und studierte an der University of Pennsylania. ab 1996 schrieb er als Fernsehkritiker für "The Star Ledger" und begann täglich Episoden der wichtigsten Fernsehserien zu besprechen, einzuordnen und zu analysieren. 2010 verlegte er sein Blog zu HitFix. Nach dem ende von "The Sopranos" gewährte David Chase, Erfinder und Chefautor der Serie, Sepinwall sein einziges Interview. Er gilt heute als einflussreichster TV-Kritiker in den USA. Slate.com attestiert ihm, die Fernsehkritik an sich revolutioniert zu haben

Alan Sepinwall: DIE REVOLUTION WAR IM FERNSEHEN

ESSAYBAND. Übersetzt von Tom Bresemann, Annette Kühn & Christian Lux

 

In seiner ersten Therapiestunde mit Dr. Melfi erklärt Tony Soprano: „Es ist gut, von Anfang an bei etwas dabei zu sein. Dafür war ich zu spät, ich weiß. Doch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass ich erst am Ende dazukam. Dass alles schon vorbei ist.“ In seinem brillanten ersten Buch beschreibt der einflussreichste TV-Kritiker der USA und Serienblogger Alan Sepinwall, dass dieser Satz nicht das Ende von etwas markiert, sondern den Aufbruch zu etwas völlig Neuem: der Beginn der Revolution im Fernsehen. Als vielleicht bester Chronist der  Fernsehlandschaft begleitet und erklärt er seit fast 20 Jahren die Umwälzungen, die durch großartige, tief in die Verwerfungen der Postmoderne gestürzte Serien wie “The Sopranos”, “Mad Men”, “24”, “Breaking Bad”, “The Wire” oder “Deadwood” entstanden sind. Gerade von der New York Times als eines der besten Bücher 2012 ausgezeichnet, ist dieses Buch eine geistreiche und kluge Kulturgeschichte. Hintergrundstories und Analysen zu zwölf Serien, die Fernsehgeschichte schrieben. Sepinwall kann sich dabei auf einzigartige Interviews mit den Produzenten, Erfindern, Drehbuchautoren, Schauspielern und Fernsehmanagern stützen. Er erzählt, wie die Showrunner unter den Bedingungen des vielleicht kapitalistischen Mediums überhaupt Kunstwerke schufen. Sepinwall zeigt uns, wie die Akteure den ihnen gegebenen Raum und die Vertrautheit des Fernsehens genutzt haben, um eben dort die Grenzen des Erzählens zu verschieben – und wie sie gleichzeitig die komplexen philosophischen Ansätze hinter ihren Werken sichtbar machen. 

Folgende Serien sind mit Einzelessays vertreten: OZ, The Sopranos, The Wire, The Shield, Lost, Buffy, 24, Battlestar Galactica, Friday Night Lights, Mad Men und Breaking Bad.