LUXBOOKS AMERICANA

Die Reihe präsentiert Werke der US-amerikanische Lyrik des 20. und 21. Jahrhunderts. Als Beraterin konnte die einflussreiche Kritikerin und emeritierte Literaturprofessorin der Stanford University, Marjorie Perloff, gewonnen werden. Die luxbooks.americana verfolgt verschiedene Strömungen, stellt bekannte und unbekannte Größen der US-Lyrik vor, schließt historische Lücken und präsentiert dabei konsequent auch die jüngsten Tendenzen.Die Editionen der luxbooks.americana sind stets zweisprachig und teilweise mit einführenden Nachworten versehen. Vielfach werden die Bände von deutschen Lyrikern wie Ron Winkler, JanWagner, Jan Volker Röhnert und Matthias Göritz übersetzt. Alle Bände sind von internationalen Künstlern und Illustratoren aufwendig illustriert.

John Ashbery: FLOW CHART / Flussbild

Langgedicht, zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Matthias Göritz und Uda Strätling

Mit »Flow Chart« ist nun das Hauptwerk John Ashberys zum ersten Mal auf Deutsch erhältlich. Das buchlange Gedicht wurde von Matthias Göritz und Uda Strätling kongenial übertragen. Die Verse des New Yorker Weltbürgers entfalten in „Flow Chart“ einen eigentümlichen Sog, dem man sich gerne, amüsiert und beunruhigt zugleich hingibt. Ashbery versteht es, den Boden unter den vermeintlich abgeklärten, postmodernen Füßen seiner Leser zu entziehen und dabei eigentümlich heiter und schwermütig zugleich zu bleiben. Der Band erscheint zweisprachig im Überformat.

 

SWR Bestenliste Juni 2013!

George Oppen: DIE ROHSTOFFE

gedichte. zweisprachig. übersetzt von norbert lange. mit einem nachwort von paul auster

George Oppen (1908-1984) gehört zu den einflussreichen Objectivists um Louis Zukofsky, die eng verbunden waren mit Ezra Pound, Hilda Doolittle und dem Umfeld des legendären Poetry Magazins von Harriet Monroe. Die Gedichte des Pulitzer-Preis-trägers handeln von einfachen Menschen, von ihrer Gegenwart in der Historie, ihrem Potential und ihrer Hoffnung auf Würde. Angefangen mit seinem Band »The Materials«, der hiermit zum ersten Mal auf Deutsch vorliegt, markieren seine in den 60er- und 70er-Jahren erschienenen Gedichtbände den bewunderns-werten Versuch einer ethisch basierten Poetik vor dem Hintergrund der Katastrophen des 20. Jahrhunderts.

»Die Rohstoffe« ist die erste Buchveröffentlichung von Gedichten George Oppens in Deutschland. Der Band erscheint zweisprachig in der Übertragung von Norbert Lange. Das Nachwort stammt von Paul Auster.

 

Peter Gizzi: totsein ist gut in amerika

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Sylvia Geist, Daniela Seel und Christian Lux. Mit Übersetzungen von Andreas Bülhoff, Simone Kornappel und Jan Skudlarek

totsein ist gut in amerika, deutlicher kann ein Abgesang auf den amerikanischen Traum nicht ausfallen. Und dennoch ist es ein Gesang. Die Vermählung größtmöglicher Kritik mit einer traurigen Hymne. Die Ambivalenz alles heutigen Lebens und Denkens in Verse zu bannen - niemandem gelingt dieser Spagat wie den Dichtern der USA. Von Walt Whitman bis Frank O'Hara und Jack Spicer gibt es eine lange Tradition dieser janusköpfigen Gedichte. Neben Ashbery und Creeley sind sie diese Dichter die eigentlichen Paten eines der wichtigsten Gegenwartsautoren der USA. Mehrere deutsche Lyriker wie Sylvia Geist, Daniela Seel, Jan Skudlarek und Simone Kornappel sowie der Verleger des luxbooks-Verlags haben sich an die Auswahl und Übersetzung aus dem Werk des in Amherst lebenden Peter Gizzis gemacht. Herausgekommen ist einer der wichtigsten Werküberblicke in der luxbooks.americana. Das Nachwort stammt von der bedeutendsten Lyrikkritikerin der USA: Marjorie Perloff.

Kevin Prufer: Wir wollten Amerika finden

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Norbert Lange und Susanna Mewe

 

»Mein Imperium fiel wie ein Blutstropfen ins Gras.« Kevin Prufers Gedichte sind Expeditionsunternehmen in ein zerrissenes, um seine Träume und Selbstbilder gebrachtes Amerika. Sein Thema sind Zusammenbrüche und Unfälle von Autos wie Staaten. Sein Amerika ist eine Landschaft in der Notaufnahme, »Schnee« liegt wie »kleine Beruhigungsmittelchen im Garten verstreut«, seine Mitbürger begegnen ihm als schlaflose Pilger zwischen Einkaufszentren, Zerstreuung und Kriegsberichterstattung. Kevin Prufer hat das politische Gedicht für die Popmoderne reaktiviert und schafft es dennoch in diesem Waste Land des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts die eigentliche Poesie des Menschseins zu feiern. Der Band ist in enger Zusammenarbeit mit Kevin Prufer von Susanna Mewe und Norbert Lange übersetzt worden.

 

Gedichte vom Untergang einer Weltmacht

H.D.: MeeresGarten

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Annette Kühn. Mit einem Nachwort von Dietmar Dath. Illustriert von Martina Hoffmann

Der Debütband Hilda Doolittles gehört zu den wichtigsten Zeugnissen der Moderne und ist zugleich einer der schönsten Gedichtzyklen über das Meer und vor allem über die Blumen in der Nähe der Ozeane überhaupt. Es sind die für den Imagismus so wichtigen Einflüsse aus Dichtung und Kunst des alten Japans mit seinem traditionellen Understatement, die den Gedichten Doolittles ihre puristische Schönheit verleihen. In der stillen Betrachtung der windgeschüttelten und salzverkrusteten Blumen vollzieht H.D. die lyrischen Transformationen, die ihre Dichtung zu einer so wichtigen Bezugsquelle für die moderne englischsprachige Dichtung machen.

Matthew Zapruder: Glühend

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Ron Winkler. Illustriert von Chris Uphues

Mit einem freundlichen Augenzwinkern durchstreift Matthew Zapruder eine durch die Grausamkeit der Conditio Humana häufig trostlos wirkende Welt. Seine Gedichte sind nie statisch, sie sind auf dem Weg »fortwohin«: sie sind energetisch und neugierig und wissen doch stets um die Abgründe das Daseins. »Mit Chaplin-esker Eleganz wird der Einfallsreichtum dieser düsteren wie gewandten Gedichte mit einem Sinn um die Schicksalshaftigkeit des Seins ausbalanciert. Matthew Zapruder ist ein gefährlicher Lyriker; seine Gedichte verwickeln uns in Aufbrüche und atemberaubend schnelle Fluchtszenarien, während sie das Elend der Schwerkraft vor Augen führen.« (Dean Young).

Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren

Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Mit einem Nachwort von Matthias Göritz

Ben Lerners Lichtenbergfiguren sind eine unkonventionelle Sonett-Sammlung, die sich den Beziehungen zwischen Sprache und Erinnerung, zwischen der strukturierenden Form und entfesselter Gewalt widmet. Das Buch entlehnt seinen Titel den von Georg Christoph Lichtenberg entdeckten hochästhetischen farnartigen Mustern, die im Staub auf der Oberfläche einer geladenen Isolator-Platte entstehen. Es ist das gleiche Prinzip, das auch der Fotografie zugrunde liegt.

Rae Armantrout: Narrativ

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Uda Strätling und Matthias Göritz. Mit einem Nachwort von Marjorie Perloff und Fotografien

 

Die Dichtung Rae Armantrouts wird zu der in Deutschland nahezu unbekannten Language-School gezählt, die in der experimentellen Tradition von William Carlos Williams über Charles Olson, Robert Creeley bishin zu John Ashbery und Barbara Guest steht. Williams und Dickinson standen Pate für Armantrouts Umgang mit kurzen Strophen und die Aufladung kurzer einzelner Worte mit den komplexen Fragen postmodernen Lebens. »Sie wurde zu einer der wiederkennbarsten und besten Dichtern ihrer Generation«, so Stephen Burt von der New York Times. Die Jury des Pulitzer-Preises begründete ihre Entscheidung mit dem »auffälligen Humor und Einfallsreichtum« der Lyrikerin. »Ihre Gedichte sind oft wie Gedanken-Bomben, die in den Köpfen ihrer Leser explodieren und noch lange nach dem ersten Lesen nachhallen.« Matthias Göritz und Uda Strätling haben eine repräsentative Auswahl aus dem Gesamtwerk dieser für das Verständnis der gegenwärtigen Entwicklungen in der US-amerikanischen Dichtung unverzichtbaren Lyrikerin übersetzt. Marjorie Perloff, neben Harold Bloom und Helen Vendler die wohl einflussreichste amerikanische Literaturwissenschaftlerin der Gegenwart, hat die Ausgabe mit einem Nachwort versehen. Der Band ist illustriert mit Fotos aus dem Archiv Rae Armantrouts.

 

Platz 2 auf der SWR Bestenliste, Dezember 2009

Pulitzer Preis 2010

National Book Critics Circle Award 2009, Shortlist National Book Award 2009

Mary Jo Bang: Eskapaden

Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Barbara Thimm. Mit Illustrationen von Matt Kindt

Die Gedichte Mary Jo Bangs (*1947) sind gekennzeichnet durch den verspielten Umgang mit hochkomplexen Fragen über Wahrnehmung, Perspektive einerseits und die Frage nach der Beschaffenheit von Medien und deren Spiegelungen im menschlichen Geist andererseits. Die Kritik feiert Bang, die erst spät zur Lyrik fand, hymnisch.

Del Ray Cross: Ein frisches Trugbild

Ausgewählte und neue Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Peter Rehberg. Mit Illustrationen von Jessica McLeod

Dieser Band stellt eine der aufregendsten jungen Stimmen der US-amerikanischen Lyrik vor. Del Ray Cross hat mit seinem Magazin Shampoo Poetry und seinem Blog anachronizms der vielseitigen jungen Dichter-Generation ein Forum gegeben und einen eigenen Stil gefunden, der in wunderbaren Moll-Tönen das vibrierende Leben zwischen Medienkultur, Alltag, eigensinniger Naturerfahrung und der unmöglichen Möglichkeit von Liebe besingt. Der Band ist illustriert von Jessica McLeod. Das Cover stammt von Otto Chan.